Fehlermeldung

User warning: The following module is missing from the file system: demo_profile. For information about how to fix this, see the documentation page. in _drupal_trigger_error_with_delayed_logging() (line 1143 of /homepages/35/d179808969/htdocs/CMS/drupal-7.17/includes/bootstrap.inc).

Wie entstehen eigentlich Operationskosten?

Nun, zunächst mal gibt es für die jeweilige Operation den Gebührenordnungspunkt in der Gebührenordnung für Tierärzte.
Ein Blick auf die Rechnung zeigt, dass die eigentliche Operation manchmal einen gar nicht so hohen Prozentanteil an der Rechung ausmacht. Warum ist das so?
Weil wir unsere Eingriffe ausschließlich in Vollnarkose durchführen, ist neben der Schwierigkeit der durchgeführten OP unser Hauptaugenmerk auf einem
optimalen Narkosemanagement. Dazu gehören z.B. bei älteren Tieren ein Bludbild und evtentuell eine Röntgenaufnahme von Lunge und Herz schon vor der
Narkose, um die Gesundheit des Patienten optimal einschätzen zu können. Bei längeren Op´s oder bei Risikopatienten verwenden wir nach der einleitenden
Narkose in die Vene sofort eine Gasnarkose. Hier wird medizinischer Sauerstoff in hoher Konzentration zum Atemgas dazugeführt, um die Versorgung der
lebenswichtigen Organe mit Sauerstoff zu gewährleisten. Wer sich über den immer höher werdenden Benzinpreis ärgert, sollte sich mal anschauen,
was die Firma Linde für medizinischen Sauerstoff kassiert, ein mittelgroßer Hund schnauft da schon mal den Gegenwert eines gemütlichen Abendessens
für zwei Personen weg...
Der schlafende Patient wird die ganze Zeit auch mit Instrumenten überwacht (kennt man aus dem Fernsehen, dass sind die Geräte, die immer piepsen) ,
wir kontrollieren die Herzaktion mit dem EKG, die Sauerstoffsättigung im Blut, die Atemfrequenz und das CO2 in der Ausatemluft, ein wichtiger Parameter
zur Einschätzung des Patienten. Bei langen Eingriffen kann es sein, dass der Patient maschinell beatmet wird, um das Risiko von Atemaussetzern zu minimieren.
Jeder Patient in Narkose bekommt von uns Infusionen, um den Kreislauf zu stabilisieren, dazu gegebenenfalls noch andere unterstützende Medikamente.
Die verwendeten Materialien in der OP, wie z.B. Nahtmaterial stellen einen weiteren, nicht zu verachtenden Kostenpunkt dar. Dazu kommen dann noch Verbände,
bei Tumoroperationen wird der Tumor in die Pathologie zur Untersuchung geschickt, und nach manchen Op´s ist eine intensive Nachsorge, eventuell auch stationär
nötig.
Weil wir bei jedem Patienten auf das das optimale "Drumrum" so viel Wert legen, hat die eigentliche OP manchmal in der Kostenaufstellung einen gar nicht so hohen Anteil.