Kippfenstersyndrom bei Katzen

Viele Katzenbesitzer wissen es und achten darauf, aber leider bekommen wir die Patienten doch relativ häufig,
deshalb möchte ich hier nochmal ganz dringend auf das Problem hinweisen:
Die Katze ist in der Wohnung und möchte hinaus und ein Fenster ist gekippt. Für die Katze erscheint das der
richtige Weg nach draußen in die Natur zu sein.
Was passiert? Die Katze springt durch das gekippte Fenster und bleibt hängen, ihr Körper rutscht nach unten.
Der Spalt eines gekippten Fensters wird nach unten hin immer enger, die Körpermitte der Katze wird eingequetscht.
Wenn man Glück hat und die Miez gleich findet, kann es glimpflich ausgehen, aber meistens müssen die Tiere
mehrere Stunden leiden, bevor jemand nach Hause kommt und sie findet. Je nach Dauer der Quetschung kommt
es zur massiven Schädigung der inneren Organe wie Leber und Niere. Die Hauptschlagader wird abgeklemmt und
die Blutversorgung der Organe wird unterbrochen. Oft bildet sich ein Blutgerinnsel in der Hauptschlagader, welches
zu einer Thrombose in den Arterien führt. Diese Katzen kann man auch unter Aufbietung aller ärztlichen Kunst kaum
noch retten, und selbst wenn, ist es ein tagelanger Kampf auf der Intensivstation, auch mit entsprechenden Kosten.

Hört sich fürchterlich an? Ist es auch! Bitte denkt daran, keine Fenster gekippt zu lassen, wenn Ihr aus dem Haus geht
und die Miez ist noch drin.